Urlaub 2001

Eine canadische Seen-Tour
&
Urlaub auf der Red Willow Ranch


Ankunft in CALGARY am 10.07.2001 21:30 Ortszeit

Übernahme des Leihwagens "Ford Explorer XLT" mit 27 km Tachostand.

1. Tag CALGARY

Bummel durch Downtown Calgary und erste Einkäufe in der netten Fußgängerzone. Besuch des Aussichts-Turmes (Calgary Tower) mit Super Aussicht auf die Skyline der Öl- und Rodeo-Stadt, im Hintergrund auf der westlichen Seite die Rocky Mountains in der Ferne zu bewundern.

Fahrt auf dem Cowboy Trail Richtung Süden durch grünes Ranchland und gleichzeitig Ölland, dann im Bogen nach Norden bis Cochraine und zurück durch Calgary zum Hotel.

2. Tag CALGARY - BANFF


Auf dem Highway 1 West nach Banff, vorbei an den Spielstätten der Olympischen Winterspiele 1988 (Olympic Parc).

Bummel in Banff durch schmucke Souvenirläden. Fahrt zur Talstation des Sulphur Mountain mit Besuch der UPPER HOT SPRINGS. Wegen wolkenverhangener Berge verzichteten wir auf die Gondelfahrt zum Gipfel.

Fahrt nach Canemore und Einschecken im Hotel.

3. Tag CANMORE - JASPER

Heute meint es das Wetter besser mit uns. Nach frostiger Nacht (vereiste Autoscheibe!) nun blauer Himmel, Sonne, nur hier und da ein paar weiße Wolken.Wieder auf dem Hwy. 1 bis Banff, weiter auf dem Hwy. 1A, dem Bow Valley Parkway bis Lake Louise. Hier sehen wir unseren ersten Schwarzbären!


Hoch zum Lake Louise am frühen Vormittag wo es noch angenehm ruhig ist und die Japaner noch rar. Fotoshooting obligatorisch - Lake Louise entspricht der Postkarten-Idylle voll und ganz... schönster Gletschersee der Rockies, der Königsee Kanadas... nur einige Attribute die diesen Bergjuwel beschreiben. Auf dem Rückweg biegen wir zum Moraine Lake ab. Dieser ist zumindest ebenso idyllisch wie der Lake Louise. Und überall Warnschilder vor den Bären - hoffungsvoll. Mittagspause in Lake Louise und Weiterfahrt nach Jasper. Die Landschaft ist atemberaubend, nach jeder Biegung fast ein neuer Ausblick auf beeindruckende Bergmassive und Gletscher - Rockies zum Anfassen.

Stop bei den Columbia Ice Fields... hier dürfen die dicken Jacken und Mützen ran, beeindruckend nicht nur die Aussicht, auch der schneidende Wind.

Ein weiterer Höhepunkt dieses Tages: ein Trip zum Peyto Lake Viewpoint mit traumhaften Blick über das Tal des Mistaya River. Aus der Tiefe strahlt das lichtgrüne Auge des Peyto Lake - als hätte einer Farbe ausgegossen - er ist aber wirklich so türkis blau wie eine Kitsch-Posterkarte es nicht übertreffen könnte.

Fahrt nach Hinton (Richtung Edmonton) zur Übernachtung.

4. Tag JASPER - PRINCE GEORGE


Früher Aufbruch nach Jasper, hoch zum Medicine Lake, dem See Indianischer Mythen und Legenden , dessen variabler Wasserstand stets Rätsel aufgab.

Weiterfahrt zum Maligne Lake. Dieser 22 km lange malerische See ist der zweitgrößte Gletschersee der Welt. Auch ohne Bootsausflug zur "world famous spirit island" beeindruckend, die Mosquito's leider auch.

Gegen Mittag Aufbruch nach Prince George auf dem Yellowhead Highway und über den Yellowhead Pass (Zeit-Umstellung auf Pacific Time + 1 h) vorbei am Mt. Robson, höchste Erhebung der kanadischen Rocky Mountains, heute leider nicht zu sehen, da wolkenverhüllt. Nun eine Strecke von ca. 200 km Wald, es zieht sich, keine Ortschaft, keine Haus, gar nichts, nur Bären - Bären - Bären! Schließlich sind wir verwöhnt und halten gar nicht mehr an, zum Fotoshooting. Sie kauern im Gras und Gebüsch am Straßenrand und verspeisen schmatzend das frische Grün.

Prince George (Capital of the North) ist eine typische kanadische Provinzstadt. Ein bisschen Holzindustrie, Brücken und Flüsse, Eisenbahn und Forstmuseum obligatorisch. Wir finden eine Bleibe im "Connaught Motor Inn".

5. Tag PRINCE GEORGE - LONE BUTTE (Red Willow Ranch)

Nach dem kanadischen Frühstück Aufbruch zur "Red Willow Ranch", das bedeutet etwa ca. 540 km auf direktem Weg.

Aber wir machen noch einen Abstecher nach Barkerville, der Goldgräberstadt im Ruhestand, sie liegt 80 km im Tal.

Vor Barkerville halten wir noch am "Cottonwood House", dies war eine Service Station für Reisende zu den "Cariboo Goldfields" in Barkerville. Hier wie dort gab es Führungen in historischen Kostümen. Die Holzhäuser waren auch innen mit den alten Einrichtungen und Geräten ausgestattet. Erwähnenswert ist auch noch der abgeteilte Stadtteil "Chinatown".

Auf dem Weg nach Barkerville konnten wir zwei junge Elche (Moose) beim Baden beobachten.

Dann machten wir uns endgültig auf den Weg zur "Red Willow Ranch" in Lone Butte.

Wieder auf dem Highway umgab uns ab jetzt fast nur noch Ranchland, über Williams Lake und 100 Mile House erreichten wir die RWR um 17:00 und wurden mit großem Hallo begrüßt.

6. - 19. Tag RED WILLOW GUEST RANCH

Ab jetzt heißt es für die nächsten 2 Wochen Reiten, Reiten, Reiten. Die 204 PS unseres Leihwagens dürfen pausieren und wir tauschen ihn für diese Zeit für jeweils 1 PS ein und suchen und finden Entspannung und Erholung auf dem Rücken der Pferde.

In wechselnden Gruppen reiten wir vor- und nachmittags, wer sich mit wem zusammentut bleibt jedem überlassen - da kommt auch mal vor, dass die sogenannte langsame Gruppe schneller heimgaloppiert als die "fortgeschrittene". Leider regnete es immer mal wieder (glücklicherweise meist nachts) dadurch trocknete das Gelände nie so recht ab und ein ordentlicher Galopp ist nicht überall möglich.


Aus Vancouver reiste für 4 Tage eine Behinderten-Gruppe an, für sie sind die Pferde und Hunde ein Höhepunkt und sie reiten auch fleißig aus.

Auch an unserem BBQ - Abend mit Cowboy Songs und Gitarren-Begleitung nehmen sie begeistert teil. Auch für uns "ohne Handicap" ein ganz neue Erfahrung.

Sehr gelungen war unser Tagesritt zum Jack Frost Lake. Mit dem Biberdamm, siehe Bericht vom letzten Jahr, hatten wir dieses Mal keine Probleme.

Wir lunchten am Seeufer bei der Hütte des Snowmobile Clubs in lauschiger Runde. Der Rückweg wurde anders gewählt und führte erst durch einen Wassergraben, das die Pferde am Bauch nass wurden, dann durch einen gleichtiefen Schlamm-Graben. Aber alle kamen mehr oder weniger eingesaut durch.

Ein anderer Ritt ging mit kleiner Gruppe unter Steffis Führung zum Moon - Lake.

Große Aufregung:
Die Hunde stöbern einen Schwarzbären auf und verbellen ihn. Dieser fühlt sich bedroht und zeigt sich in seiner vollen Größe. Ein anderer Anblick, als kauernde "Kuschelbären" am Wegesrand, sicher vom Auto aus beim Grasbüschel verspeisen beobachtet!! Da nicht abzuschätzen ist, ob der Bär die Hunde verfolgt, die natürlich in unsere Richtung zurück rennen, gibt Steffi das Kommando zum "Galopp - ein Bär" und keiner hat mehr Zeit und Muße seinen Fotoapparat zu zücken. Im Galopp sogar bergab. Durch die Tatsache, das ein Schwarzbär durchaus 50 km/h erreichen kann eine durchaus verständliche Reaktion. Beim Umschauen aus größerer Entfernung sehen wir, wie der Bär einen Baum erklimmt! Wahrscheinlich war seine Angst vor uns ebenso groß wie die unsere vor ihm. Da hatten wir nun endlich unsere Begegnung mit dem Bären - hautnah!!

Dann hieß es weiter mit wechselnden Gästen reiten, Pferde ausprobieren und nette Abende am Kamin.

Keinen Schreck bekommen, das ist Gisbert, unser Red Willow Ranch Fanclub - Maskottchen!


Einen Ausflug machten wir noch, und zwar in den Wells Gray Provincial Park. Wir folgten an einer Kreuzung der Beschilderung und landeten nach ca. 65 km Schotterpiste an den Canim Falls und weiter dann an den Mahood Lake. Dort endete die Strasse plötzlich. Wir lunchten am idyllischen Seeufer und sonnten uns ein bisschen, ehe wir nach kurzer Beratung die ganze Strecke zurückfuhren und über Little Fort und Clearwater ging's dann zum "echten" Eingang des Provincial Parks zu den höchsten Wasserfällen, den Helmcken Falls, mit 141 m Höhe und den Dawson Falls, auch sehr beeindruckend. Verspätetes Abendessen auf der Red Willow Ranch nach unserer Rückkehr.

20. Tag LONE BUTTE - CALGARY AIRPORT

Nach dem Frühstück starten wir um 8:00 zu unserer weiten Reise von ca. 700 km nach Calgary. Wieder nach Little Fort, biegen aber nach Süden ab, über Kamloops in der wüstenhaften "Hitzetasche" und den Salbei-Hängen. Herrliche Fahrt, besonders entlang des Shuswap Lakes bis zum Revelstoke Nationalpark und ein Stück durch den Glacier Nationalpark, der bis in die USA reicht.

Zeitumstellung am Kicking Horse Pass auf Mountain Time.

Ankunft im Calgary Airport 20:00, Leihwagen abgeben (jetzt 3.680 km) und einchecken.

Waren schöne Wochen, Good - Bye,

CANADA, eh!!

PS:

Inzwischen ist die "Kinderstube" auf der RWR noch gewachsen:

Nach Gucci, die ein hübsches Stutfohlen namens Princess bekommen hatte, fohlte auch Mony einen niedlichen, fast schwarzen Hengst Lucky Strike.

Nach unserer Abreise bekam Keli am 08.07.2001 endlich noch ein Stutfohlen, der Name, L&M (armes Ding).

Gestern nun (16.07.2001) kam ein Anruf von Chris, dass meine kleine Little Star auch noch gefohlt hat. Nun wieder ein kleiner Hengst, Vice Roy.

Wer weiß, wen Deckhengst Benny noch alles beglückt hat!!

Letzte Mail vom 20.07.2001: Missy hat auch ein Fohlen bekommen.

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